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Lernfelder und Bündelungsfächer - Zerspanungsmechanikerin und Zerspanungsmechaniker

Beschreibung der Bündelungsfächer

Die Beschreibung der Bündelungsfächer verdeutlicht den Zusammenhang der Arbeits- und Geschäftsprozesse in gleichen oder affinen beruflichen Handlungsfeldern, die konstituierend für die jeweiligen Lernfelder sind. Die Lernfeldübersicht zeigt die Zuordnung der Lernfelder zu den Bündelungsfächern.

Das Fach Fertigungsprozesse fasst die Lernfelder zusammen, deren thematische Schwerpunkte die Organisation von Fertigungsabläufen in den Phasen Planen, Koordinieren, Bewerten, Optimieren und Überwachen unter Einbezug berufsspezifischer Produktionsmittel sind.

Dieser Organisationsprozess von Fertigungsabläufen konkretisiert sich in dem Handlungsfeld Fertigen von Werkstücken. Diese Fertigungsabläufe umfassen die betrieblichen Einsatzgebiete: konventionelle, gesteuerte und rechnergestützte Fertigung beim Drehen, Fräsen, Automatendrehen und Schleifen. Über die Ausbildungsjahre gewinnen die Methoden der Qualitätssicherung zunehmend an Bedeutung.

Die Auszubildenden werden lernfeldübergreifend zu folgenden beruflichen Handlungskompetenzen befähigt:

  • Informationen sammeln, auswählen und festlegen
  • zielgerechtes Strukturieren und Koordinieren von Arbeitsabläufen
  • Anforderungen (technische sowie kundenspezifische) mit technischen Spezifikationen in Beziehung setzen
  • Planungen und Arbeitsschritte zur Weitergabe und Dokumentation aufbereiten
  • Auswählen und Zuordnen von Qualitätssicherungssystemen.

Das Fach Instandhaltungsprozesse fasst die Lernfelder zusammen, deren thematischer Schwerpunkt die Verfügbarkeit der Produktionssysteme ist. Ausgangspunkt der Betrachtung ist die Instandhaltung der Produktionssysteme anhand von Wartungs- und Inspektionsplänen.

Die Auszubildenden werden lernfeldübergreifend zu folgenden beruflichen Handlungskompetenzen befähigt:

  • technische Systeme ganzheitlich erkennen
  • Instandhaltungsvorgaben analysieren und umsetzen
  • Fehlerquellen in technischen Systemen erkennen, dokumentieren, beheben oder deren Beseitigung veranlassen
  • Hilfs- und Betriebsstoffe unter Berücksichtigung betriebsinterner Entsorgungskonzepte ersetzen
  • Funktionsprüfungen durchführen.

Die Planung einer Brücke erfolgt unter Berücksichtigung der Patientensituation sowie der Statik, der Passungsparameter und der Indikationsregeln. Der Werkstoff wird entsprechend der Indikation ausgewählt und geeignete Fertigungstechniken und Hilfswerkstoffe genutzt. Durchzuführende Arbeitsschritte sowie der indikationsgerechte und wirtschaftliche Einsatz von Werkstoffen und Geräten werden dokumentiert (LF 10).

Im vierten Ausbildungsjahr wird ein Kundenauftrag zur Herstellung eines Implantat getragenen Zahnersatzes analysiert und ein Backward-Planning sowie bei Bedarf ein Emergenzprofil erstellt. Die Planung wird mit den Kundinnen und Kunden besprochen, um anschließend die navigierte zahnmedizinische Implantation durch eine nach Vorgabe der Behandelnden gefertigte Bohr- und Röntgenschablone vorzubereiten. Die Fertigung der Schablonen erfolgt unter Verwendung geeigneter Modell- und Fertigungswerkstoffe. Bei der anschließenden Herstellung der Suprakonstruktion werden Maßnahmen zur Vermeidung von Kippungen und Periimplantitis getroffen. Der Herstellungsprozess, die Konstruktion und die Patientendaten werden unter Berücksichtigung des Datenschutzes dokumentiert bzw. archiviert (LF 12).

Das Fach Automatisierungsprozesse fasst die Lernfelder zusammen, deren thematische Schwerpunkte das Automatisieren von Fertigungs- und Handhabungsprozessen mithilfe moderner Technologien sind. Dies umfasst die Bereiche Planen, Entwickeln, Erproben, Optimieren und Überwachen von Steuerungen und Programmen zur rechnergestützten Fertigung.

Diese Automatisierungsprozesse konkretisieren sich in den Handlungsfeldern Programmieren und Einrichten von rechnergestützten Fertigungssystemen, Inbetriebnehmen von steuerungstechnischen Zuführsystemen und deren Überwachung, sowie die selbstständige Behebung von Störungen im Produktionsprozess bzw. die Organisation der Störungsbeseitigung.

Die Auszubildenden werden lernfeldübergreifend zu folgenden beruflichen Handlungskompetenzen befähigt:

  • Analysieren von Randbedingungen und Vorgaben und Entwickeln von Lösungskonzepten
  • Planen und Organisieren von Fertigungs- und Produktionsprozessen
  • Erkennen und Beheben von Fehlern sowie Möglichkeiten zur Optimierung von Prozessen
  • Nutzen von Teilsystemen des Qualitätsmanagements.

Lernfeldübersicht

1. Ausbildungsjahr
Lernfeld 1Lernfeld 2Lernfeld 3Lernfeld 4

80 Std.

Fertigen von Bauelementen mit handgeführten Werkzeugen

80 Std.

Fertigen von Bauelementen mit Maschinen

80 Std.

Herstellen von einfachen Baugruppen

80 Std.

Warten technischer Systeme

 exemplarische Lernsituation   
2. Ausbildungsjahr
Lernfeld 5Lernfeld 6Lernfeld 7Lernfeld 8

100 Std.

Herstellen von Bauelementen durch spanende Fertigungsverfahren

40 Std.

Warten und Inspizieren von Werkzeugmaschinen

60 Std.

Inbetriebnehmen steuerungstechnischer Systeme

80 Std.

Programmieren und Fertigen mit numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen

3. Ausbildungsjahr
Lernfeld 9Lernfeld 10Lernfeld 11

80 Std.

Herstellen von Bauelementen durch Feinbearbeitungsverfahren

100 Std.

Optimieren des Fertigungsprozesses

100 Std.

Planen und Organisieren rechnergestützter Fertigung

  exemplarische Lernsituation 
4. Ausbildungsjahr
Lernfeld 12Lernfeld 13

60 Std.

Vorbereiten und Durchführen eines Einzelfertigungsauftrages

80 Std.

Organisieren und Überwachen von Fertigungsprozessen in der Serienfertigung

*farbliche Zuordnung:  Fertigungsprozesse, Instandhaltungsprozesse, Automatisierungsprozesse